Im Tal des Todes - In Salz schwimmen

 
Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik besagt, dass alles Richtung Chaos marschiert, Richtung größter Unordnung. Geschlossene Systeme werden zwangsläufig immer unstrukturierter, unorganisierter, weniger fähig, interessante und nützliche Wirkungen zu zeitigen, bis sie in ein Gleichgewicht von grauer, lauer, homogener Monotonie absacken und dort verharren. So ähnlich geht es dem Boden, auf dem wir leben. http://www.walkabout-talkabout.de/El_Nino/Phaenomen.html

Alles gesalzen…

Alles Wasser, das fließt, sei es nur 3 mm im Monat, schleppt Salz mit sich. Wenn das Wasser nicht weiter fließen kann, weil es an der tiefsten Stelle angelangt ist, bleibt das einst so teure Salz im Boden. Oder auf dem. Badwater ist so eine Stelle. Hier gibt es etwas Wasser und viel Salz. Teils weist das Salz eine ebene Fläche auf und kann daher begangen werden. An anderer Stelle ist die Oberfläche übel verkrustet und man bricht sich die Gräten.http://www.walkabout-talkabout.de/El_Nino/Phaenomen.html
Death Valley ist so ziemlich der lebendigste Ort, den ich bei der Reise besuchte. Selbst große Felsen laufen nachts durch die Gegend. Für die einheimischen Indianer, ist es Heimat.  Nur nicht so kuschelig.http://www.walkabout-talkabout.de/El_Nino/Phaenomen.html
Der einzige Ort auf der Erde, wo ein Fluss hin fließt, aber nicht wieder weg, und wo die Landschaft versalzen ist, ist Okavango (hier). Das Geheimnis wurde erst letztes Jahr gelüftet. Dort leben riesige Viecher, die auf den Namen Nilpferd hören. Diese fressen Gras und trampeln dazu die Wasserwiesen nieder. Hinter jedem Hippo bildet sich so ein Trampelpfad. Dort fließt im Jahr darauf das Wasser in eine andere Richtung. Und das Salz frisst der Hippo mit dem Gras und bringt es woanders hin. http://www.walkabout-talkabout.de/Okavango/Okavango/Okavango.htmlhttp://www.walkabout-talkabout.de/El_Nino/Phaenomen.htmlshapeimage_5_link_0
Death Valley kann von Hippos nur träumen. Hier können im Freien nur Esel als nicht heimische Tiere überleben. Man wird gleich an der Einfahrt vor Burros gewarnt. Das sind die entlaufenen Esel von Mexikanern. Die dummen   Viecher hatten nichts Besseres zu tun, als hierher zu     
  marschieren. Sie sollen sehr aggressiv sein und beißen.
     Nach Msxikanerweisheit konkurrieren sie mit Touristen.
       Die besagt, dass in dieser Hitze nur Touristen und Esel
    v   in die Sonne gehen. So ganz Unrecht haben sie nicht.
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Wenn das wenige Wasser nach der „Regenzeit“ wieder verschwindet, bleibt eine Salzkruste (oben) oder die typischen Salzgebilde (rechts) übrig. So ganz anders sieht es auf den Salinen eigentlich auch nicht aus. Die Größe der Flächen lassen sich allerdings nicht mit den großen Salzseen vergleichen. Die sind eine Nummer oder zwei größer. 
Wenn die Leute über die Salzfläche laufen, sieht es aus wie beim Schlittschuhlaufen. Doch daran denkt hier keiner. Woran manche denken, hatte ich bereits gesagt, das ultra Marathon der Sonderklasse. Der Geschichtsschreiber Herodot berichtet über den griechischen Hemerodromos (Laufboten) Pheidippides, der 490 v. Chr. von Athen in zwei Tagen nach Sparta gelaufen war, um Hilfe im Krieg gegen die Perser zu suchen. Aus der Story wurde später die Geschichte gezimmert, dass ein Läufer sich nach dem Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon auf den knapp 40 Kilometer langen Weg nach Athen gemacht habe, wo er nach Verkündung seiner Botschaft „Wir haben gesiegt“ tot zusammengebrochen sei. Zu seinen Ehren gibt es den olympischen Lauf. Allerdings 42 km. Die in Badwater laufen 217 km und sterben nicht. Und diese Fische schwimmen in Salzlake und leben noch.
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